Latinisierung von Namen

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Re: Latinisierung von Namen

Beitragvon ille ego qui » Fr 25. Okt 2019, 09:53

Im Gegensatz dazu ist mir kein einziger römischer Name auf -erus bekannt.


Mir schon: Septimius Severus (= cognomen).

;)
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Re: Latinisierung von Namen

Beitragvon Prudentius » Fr 25. Okt 2019, 10:42

Manchmal wird eine Latinisierung auch gar nicht möglich sein, oder wie sollten beispielsweise chinesische oder koreanische Namen latinisiert werden??


Einzige Ausnahme: "Confucius" für Kung fu dse.
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Re: Latinisierung von Namen

Beitragvon medicus » Fr 25. Okt 2019, 11:14

Prudentius hat geschrieben:Einzige Ausnahme: "Confucius" für Kung fu dse.


und Kimus für Kim :lol:
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Re: Latinisierung von Namen

Beitragvon marcus03 » Fr 25. Okt 2019, 11:30

Ob das wirklich infrage kimmt? (kimmt = kommt, bayerisch) ;-)

Oder vlt: Kimon, Kimonis?

cf:
http://www.zeno.org/Georges-1913/A/Cimon?hl=cimon
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Re: Latinisierung von Namen

Beitragvon Tiberis » Fr 25. Okt 2019, 11:47

ille ego qui hat geschrieben:Mir schon: Septimius Severus (= cognomen).


:D
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Re: Latinisierung von Namen

Beitragvon Stomachatus » Fr 25. Okt 2019, 11:51

ille ego qui hat geschrieben:
Im Gegensatz dazu ist mir kein einziger römischer Name auf -erus bekannt.


Mir schon: Septimius Severus (= cognomen).

;)


Ich glaube, der Name endet auf -us und nicht auf -erus, weil -ER- hier zum stamm gehört, siehe z.B. das Verb assevero
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Re: Latinisierung von Namen

Beitragvon ille ego qui » Fr 25. Okt 2019, 19:28

Selbstverständlich. Aber ich glaube, in Tiberis‘ positiven Beispielen gibt es auch bloß um das Klang-Ende. Ebenso sehe ich in einem etwaigen Adenauerus -us als „Endung“.
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Re: Latinisierung von Namen

Beitragvon Laptop » Sa 15. Feb 2020, 08:41

Wenn man seinen eigenen Namen dauerhaft im Lateinischen etablieren möchte, und bspw. als Autor deutlich macht, daß man im Lateinischen so-und-so genannt werden möchte, dann steht einer Latinisierung nichts im Wege. Wenn man aber, und das ist das Gros der Fälle, einen Dritten zitiert, dessen Latinisierung noch nicht bekannt ist, dann sollte man m.E. den kompletten Namen so lassen wie er in der Originalsprache lautet. Der Grund dafür ist, daß Namensvarianten sonst unter den Tisch fallen würden und das ist ein K.O.-Kriterium. Alleine für den Vornamen Elisabeth kennen wir zahllose Varianten, Elisabeta, Ellie, Lisbeth, Lissie, Lisa, Liz, usw. usf. Und wenn man eine Gruppe hat mit "Mark", "Markus", und "Marek", dann ist nunmal die einzig sinnvolle Lösung die Namen im Lateinischen so zu lassen wie sie sind. Wenn man deklinieren will und der Kontext hilft nicht, dann fügt man ein "illo", "illi", "illius" oder "illum" vorneweg.
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Re: Latinisierung von Namen

Beitragvon medicus » Sa 15. Feb 2020, 12:39

Laptop hat geschrieben: Namen dauerhaft im Lateinischen etablieren

Laptop= Supragremium :roll:
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